Kultur-Vortrag über jüdisches Leben

Die Gestaltung des Clubabends lag in Händen des SB Erziehung und Kultur. Und man darf wohl sagen, dass der SB hier einen “ Volltreffer“ gelandet hat. Ruth Rubinstein-Horowitz, Schulpflegschaftsvorsitzende der Jüdischen Schule in Düsseldorf, sprach über das Leben einer orthodoxen Jüdin in Deutschland. Das Judentum unterliegt heutzutage verschiedenen Strömungen und unterteilt sich u.a. in das konservative-, Reform-, das orthodoxe und auch das streng orthodoxe Judentum. Jede dieser Strömungen unterliegt ihren eigenen Regeln, die mehr oder minder als modern oder auch streng angesehen und ausgelegt werden. Als orthodoxe Jüdin ist das koschere Essen ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens. Dabei wird Fleisch von milchigen Lebensmitteln getrennt. Somit ist zum Beispiel Hähnchen in Sahnesoße auf dem Speiseplan nicht möglich. Selbst Besteck und Geschirr werden für den Verzehr nach Fleisch und milchig unterschieden. Koscheres Essen ist nur zu Hause möglich. In Köln gibt es ein Restaurant, dass entsprechendes Essen anbietet. In Düsseldorf hat zumindest ein Geschäft koschere Lebensmittel vorrätig. In der Synagoge beten orthodoxe Jüdinnen von ihren Männern getrennt. Die Frauen sitzen oben auf einer Empore, die Männer beten unten. Im Reformjudentum z.B. existiert diese Regelung nicht und beide Geschlechter sitzen zusammen. Auch müssen orthodoxe Jüdinnen eine Kopfbedeckung tragen. Dies kann ein Hut oder auch eine Perücke sein. Damit soll die Attraktivität der Haare nur für den eigenen Ehemann sichtbar sein.

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