06.06.2006 Bericht über die Reise nach Krakau zum 10. Clubjubiläum

Am Freitag, dem 2. Juni 2006 flogen wir nach Krakau, um unsere Glückwünsche zum 10jährigen Bestehen zu überbringen und unsere Krakauer Clubschwestern kennen zu lernen.

 

Abends waren wir beim get-together leider nicht dabei, da wir erst gegen 22 Uhr im Hotel ankamen. Wie wir am nächsten Morgen von einer Clubschwester aus Nürnberg (bzw. deren Mann) erfuhren, gab es dort schon einige Begrüßungsreden, Musikdarbietungen und ein nettes Beieinander.

 

Am Samstagmorgen, dem 3. Juni, trafen wir dann zum ersten Mal auf die Clubschwestern, vor allem auf Anna, die viel mit organisiert hatte und sehr gut englisch sprach. Es war ein sightseeing in Kazimierz (dem alten Judenviertel der Stadt) organisiert, durch das wir deutschsprechenden Clubmembers von Marzenna geführt wurden, einer Clubschwester, die fast perfekt deutsch sprach. Die Tour war sehr beeindruckend, ausführlich und vielseitig.

 

Mittags kehrten wir zum Hotel zurück, zogen uns um und um 14,30 Uhr begann die Feierstunde in der Akademie. Es gab eine Rede der jetzigen Präsidentin, eine Diashow der Past-Präsidentinnen und den Besuch und eine Rede der Vize-Bürgermeisterin von Krakau. Inhaltlich wurden die einzelnen Beiträge von Anna ins Englische übersetzt, sodass wir gut folgen konnten.

 

Danach beglückwünschten die verschiedenen Gäste aus anderen Clubs die Präsidentin. Außer uns waren vier Schwestern aus Frankreich gekommen, eine aus England und wir deutschen Sorores waren vier: Aus Nürnberg, Bonn, München und wir beiden aus Düsseldorf. Aus Polen kamen Abordnungen vom Club aus Warschau und anderen Städten. Einige der polnischen Clubschwestern sprachen gut deutsch oder englisch, andere verstanden deutsch und so war die Verständigung während dieser Tage überhaupt kein Problem. Nach den vielen Glückwünschen und Geschenken gab es ein Buffet.

 

Abends waren wir netter- und überraschenderweise bei einer der Krakauer Clubschwestern zuhause in den Garten eingeladen. Sie hatte alles schön geschmückt und eingedeckt, wir saßen unter Baldachinen, es gab Getränke, Snacks, eine polnische "Saure Mehlsuppe" (Spezialität), Musik (Geige und Akkordeon), Tänze in Tracht, in der vier Clubschwestern erschienen waren und ganz viel Gesang der Krakauerinnen. Der Abend war sehr nett und stimmungsvoll, leider aber kühl und fing später an zu regnen.

 

Am Sonntagmorgen, dem 4. Juni, besichtigten wir Schloss Wawel und einige Kirchen. Es gibt in Krakau 16 Kirchen im Umkreis von rd. 1 km; alle üppig ausgeschmückt und beeindruckend, dazu sehr viele junge Leute als Nachwuchs im Ornat der verschiedenen Orden und ein großes Priesterseminar. Die Kirchen waren alle proppenvoll mit Kirchgängern, weniger mit Touristen (Pfingstsonntag), so etwas gibt es hier in Deutschland vielleicht mal am 24. Dezember! Zur Mittagspause gingen wir in mit Marzenna in ein Cafe am großen Marktplatz, trafen dort noch andere Clubschwestern aus Krakau und später in ein sehr gemütliches Kellerlokal, was bei dem schlechten Wetter wunderbar war.

 

Den Montag, 5. Juni, hatten wir zur freien Verfügung; da Pfingstmontag in Polen kein Feiertag ist, mussten alle polnischen Clubschwestern wieder arbeiten. Wir fuhren nach Auschwitz-Birkenau. Dazu muss man eigentlich nichts sagen - beeindruckend, bedrückend, unmenschlich.

 

Wir danken den Krakauer Clubschwestern, besonders Anna und Marzenna, herzlich für die Gastfreundschaft, die viele Zeit, die sie uns gewidmet haben, die ausführlichen Erklärungen und netten Geschichten, die wir zu einzelnen Themen erfuhren undür ein herzliches, schönes und soroptimistisches Wochenende.

 

Helga Schmeligk

Gina Tschohl

SI Düsseldorf-Karlstadt

 

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